Insgesamt 17 Arbeiten in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Geographie haben die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Dr. Hans Riegel-Stiftung prämiert. Mit den Preisen werden seit 16 Jahren besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten geehrt.
Die Preisverleihung fand am Mittwoch, den 01. Juli, im Rahmen eines feierlichen Festakts in einem großen Hörsaal des Mathematischen Instituts der LMU statt. Neben den Preisträger:innen und ihren Familien nahmen Vertreter:innen der Schulen, das Fachjuryteam sowie Vizepräsidentin Prof. Dr. Biagini teil und ließen den Gewinner:innen dadurch eine zusätzliche Wertschätzung zuteilwerden.
Das Themenspektrum war wie gewohnt beachtlich. Eine Experten-Jury, zusammengesetzt aus Forscherinnen und Forschern der LMU, bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders kreative Themenstellungen sowie ein deutlich erkennbarer praktischer Eigenanteil – zum Beispiel in Form von Experimenten – wichtige Einflussgrößen für die Prämierung waren.
Prof. Dr. Franscesca Biagini, Vizepräsidentin für Mathematik, Informatik, Statistik sowie Internationales der LMU: “An der LMU ist es uns ein großes Anliegen, die Talente bestmöglich zu fördern. Wir danken der Dr. Hans Riegel-Stiftung, die diesen Wettbewerb ins Leben gerufen hat und uns damit erlaubt, frühzeitig interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler an die in Deutschland so dringend benötigte Forschung in den Naturwissenschaften heranzuführen.”
Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise sind in jedem Fach mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz dotiert. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung für die Betreuung der Schüler*innen durch die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer. Neben den Preisgeldern ermöglichen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise den Gewinner*innen einen Zugang zu nachhaltigen Förder- und Vernetzungsangeboten in Form von Fachseminaren und Konferenzen.
Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:
Biologie
1. Platz: Maja Perkonigg (Gymnasium Kirchseeon)
Einfluss von Neophyten auf die Biodiversität von einheimischen Pflanzen
2. Platz: Sophie-Belle Friedrich (Heinrich-Heine-Gymnasium)
Analyse von Textilien für den Einsatz im Weltraum für Funktionskleidung von Astronauten hinsichtlich den Hygienebedingungen auf der ISS
3. Platz, Konstantin Lumma (Asam-Gymnasium)
Der Einfluss von biologischen Bodenhilfsstoffen auf das Wachstum von Pflanzen in hydroponischen Systemen
Chemie
1. Platz: Sofia Piccioni (Gymnasium Kirchheim b. München)
Die Beziehung zwischen der Belichtungszeit und der Säurebeständigkeit von Kompositfüllungen
2. Platz: Korbinian Pechtl (Gymnasium Geretsried)
Elektrolyte in der Aluminium-Luft-Batterie
3. Platz: Xenia Stadler (Ignaz-Raschner-Gymnasium)
Capsaicin - Natürliches Vorkommen von Schärfe in Lebensmitteln
Geographie
1. Platz: Luisa Odersky (Städtisches Käthe-Kollwitz-Gymnasium München)
Inwiefern ist kommerzieller Weinbau in Oberbayern angesichts des rezenten Klimawandels möglich und welche potentiell dafür geeigneten Gebiete lassen sich kartographisch identifizieren?
2. Platz: Jonas Popp (Gymnasium Kirchheim b. München)
Die ökologische Nachhaltigkeitstransformation im Sport - Das Potenzial der
Amateurfußballvereine
3. Platz: Michael Ertl (Gymnasium Kirchheim b. München)
Welche Auswirkungen hatte das Tsunami-Unglück von 2011 auf die Bevölkerung der Stadt Minamisanriku und wie können diese mithilfe eines Experteninterviews untersucht werden?
Informatik
1. Platz: Jonathan Mandl (Pestalozzi-Gymnasium München)
Der Minimax-Algorithmus in Theorie und Praxis: Eine Fallstudie zum Gesellschaftsspiel Kamisado
2. Platz: Tobias Holzmeier (Gymnasium Geretsried)
Mikrocontroller-Drohne mit PIDRegelung
Mathematik
1. Platz: Till Brügmann (Rupprecht-Gymnasium München)
Grundlegende Erkenntnisse zu neuronalen Netzen als Grundlage für künstliche Intelligenz, ergänzt durch die beispielhafte Erstellung eines solchen Netzes zur Klassifizierung von handgezeichneten geometrischen Formen
2. Platz: Maria Frolovskayael (Rupprecht-Gymnasium München)
Mathematische Grundlagen der Graphentheorie als Werkzeug für die Analyse sozialer Netzwerke mit Anwendung auf das Small-World-Phänomen
3. Platz: Manuel Jaschke (Rupprecht-Gymnasium München)
Untersuchung der Aussagekraft einfacher mathematischer
Klimamodelle im Hinblick auf einen Validitätsvergleich mit möglichen komplexeren Klimamodellen
Physik
1. Platz: Vincent Nack (Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn)
Physikalische Aspekte zur Entwicklung eines Notbremsassistenzsystems für Fahrräder
2. Platz: Mihailo Macesic (Josef Effner Gymnasium)
Erklärung, Konstruktion und Anwendung eines Raman Spektrometers zur Untersuchung organsicher Polymere
3. Platz: Philipp Erb (Wittelsbacher-Gymnasium)
Nachbau eines römischen Onagers und Vorhersage der Reichweite verschiedener Geschosse unter Berücksichtigung des Luftwiderstands

