Forensische Entomologie

Am 28. Juni 1964 fanden zwei Jungen auf der Suche nach Maden als Fischköder in einem Wald nahe Bracknell im Süden Englands eine voll bekleidete, männliche Leiche. Der bereits stark verweste Mann konnte durch die gerufene Polizei anhand seiner Fingerabdrücke als Peter Thomas identifiziert werden. Er stammte aus dem 180 km entfernten Lydney und war dort bereits als vermisst gemeldet, die Todesursache war ein Schnitt im Nacken. Unter Tatverdacht geriet schnell William Brittle, ein Schuld ner des Mordopfers. Dieser hatte aber
nachweislich nur am 16. Juni die Möglichkeit den Mord zu begehen, wodurch die exakte Bestimmung des Todeszeitpunkts essentiell für die Überführung Brittles wurde. Da die damals bekannten Methoden zur Todeszeitpunktsbestimmung, wie das Absinken der Körpertemperatur, keine verlässlichen Ergebnisse erbrachten, schätzte man die Leichenliegezeit anhand der Verwesung auf 6-8 Wochen. Dies schloss Brittle als Täter zunächst aus. Der zum Tatort gerufene Gerichtsmediziner Keith Simpson (1907-1985) kam auf eine weitere Idee den Todeszeitpunkt noch präziser einzugrenzen: Er versuchte die vorgefundenen Maden zur Leichenliegezeitbestimmung zu verwenden.

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Preisträger

Felix Unger

Schulfach

Biologie

Betreuende Universität

Ludwig-Maximilians-Universität München

Ausgezeichnete Arbeiten

2017, Chemie, 2. Platz,
Hannah Kristen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Komplexometrie

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2016, Biologie, 2. Platz,
Juliane Ebner, Universität zu Köln

CRISPR/Cas9: Eine gentechnische Innovation mit Zukunftsperspektiven?

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2014, Mathematik, 1. Platz,
Stefan Koch, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Mathematik hinter GPS

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